Johanna Reiss lebt heute in New York und arbeitet in der Redaktion einer Zeitschrift. Als Jüdin musste sie sich in ihrer Kindheit in Holland während des Kriegs zusammen mit ihrer älteren Schwester vor den Deutschen verstecken. Ihre Erlebnisse während dieser Zeit hat sie usprünglich für ihre beiden Töchter aufgeschrieben. Ein amerikanischer Verleger bestand jedoch auf der Veröffentlichung des Manuskriptes, das in Deutschland unter dem Titel ›Und im Fenster der Himmel‹ erschien.
Die Autorin erzählt von der Entfaltung von Rassenvorurteilen bei Nachbarn und Freunden, von den wenigen Tapferen, die trotz aller Widrigkeiten zu den Verfolgten hielten, und vom jahrelangen Eingeschlossensein zweier Schwestern in einem kleinen dunklen Zimmer bei hilfsbereiten Fremden. Das Buch erhielt die Newbery Medal in Silber sowie den Buxtehuder Bulle. Inzwischen gibt es auch einen Folgeband mit dem Titel ›Wie wird es morgen sein?‹, der von dem Leben der Autorin nach Kriegsende berichtet.