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Reihe Hanser
320 Seiten
Ab 14
ISBN 978-3-423-62169-4
7. Auflage, August 2010
- Ruth Weiss
Meine Schwester Sara
»Vielleicht kann ein Buch wie ›Meine Schwester Sara‹ dazu beitragen, dem Hass in unserer Gesellschaft ein wenig den Boden zu entziehen. Man sollte es zur Pflichtlektüre an unseren Schulen mache.« Dietmar Schönherr
Südafrika am Ende der vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts: Eine Burenfamilie entschließt sich, eine deutsche Kriegswaise zu adoptieren. Freudig wird das blonde, blauäugige kleine Mädchen in die Familie aufgenommen. Doch als Saras Papiere ein halbes Jahr später eintreffen, stellt sich heraus, dass sie Jüdin ist.
Insbesondere der Familienvater, ganz Patriarch und Mitglied der nationalistischen Apartheidregierung, entzieht Sara daraufhin seine Liebe. Als Studentin schließt sich Sara, durch den am eigenen Leib erlebten Rassismus motiviert, dem Widerstand gegen das Apartheidregime an. Sie führt damit auch ihre in der Tradition verhaftete Familie zu einer zaghaften Auseinandersetzung mit dem politischen System.
Feinfühlig werden die Familienstrukturen dargestellt und die Familienmitglieder vor dem Hintergrund von Tradition, Erziehung und menschlicher Unzulänglichkeit gezeigt.-
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21. Juli 2010Ruth Weiss ist Namenspatronin für RealschuleAm Montag, den 19. Juli 2010, wurde der Staatlichen Realschule für Mädchen Aschaffenburg in einem feierlichen Festakt der Name Ruth-Weiss-Realschule verliehen. Die Laudatio hielt Denis Goldberg aus Kapstadt, der dafür die Einladung zur Geburtstagsfeier seines langjährigen Wegbegleiters Nelson Mandela ausschlug.
Ruth Weiss wurde 1924 als Kind jüdischer Eltern in Fürth geboren, ihrem Onkel gehörte bis zur "Arisierung" das Kaufhaus Löwenthal in Aschaffenburg. Nach der Emigration wuchs Ruth Weiss in Südafrika auf, erlebte dort die Apartheid und die Unabhängigkeitsbestrebungen. Ihre Erlebnisse hat sie als Journalistin und Schriftstellerin in zahlreichen Beiträgen und Büchern verarbeitet. Sie lebt heute wieder im Münsterland. »Die Schulgemeinschaft hat sich entschieden, eine Frau zu ehren, die sich durch ihre politische und soziale Arbeit in hohem Maße ausgezeichnet hat - und die mit ihrer ganzen Persönlichkeit, insbesondere ihrer Geradlinigkeit und Authentizität, auch heutigen Schülerinnen und Schülern ein wertvolles Vorbild, ja eine Identifikationsfigur sein kann.« Dr. Ludwig Spaenle, Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus






















