Brian Falkner über ›Der Tomorrow Code‹

Ist Technologie nicht fantastisch? Wir können bewegte Bilder und Töne im Bruchteil einer Sekunde durch die ganze Welt schicken. Wir können durch Drähte, durch die Luft, ja sogar über Lichtstrahlen in Glasfaserkabel Daten übermitteln.

 

Wäre es nichtgroßartig, wenn wir Informationen durch die Zeit schicken könnten?

 

Die ersten Datenübertragungen waren noch recht simpel. Samuel Morse hat keine Videobotschaften übers Internet verschickt. Er leitete einige zögerliche Punkte und Striche durch ein drei Kilometer langes Kabel und nannte das ›telegrafieren‹. Es erscheint logisch, dass wir, sollten wir jemals in der Lage sein, etwas durch die Zeit zu verschicken, auf ähnliche Weise anfangen müssten. Mit der einfachsten Form von Daten: Morsecode.

 

Aber wo würdest du dein  Zeit-Telegramm abschicken? Wie würdest du ein solches Gerät bauen? Vielleicht musst du das gar nicht. Vielleicht hat in der Zukunft schon jemand die nötige Technologie entwickelt und du musst nur noch einen Weg finden, die Botschaften zu empfangen, die man dir von dort schickt. Wenn du aber einer von diesen hochtechnologisierten Menschen in der Zukunft wärst, welche Nachrichten würdest du übermitteln?

 

Wäre ich in der Lage, eine Botschaft in die Vergangenheit zu senden – ich wüsste, was ich mir mitteilen würde: Die Lottozahlen!

 

Und genau das passiert Tane und Rebecca in meinem Buch ›Der Tomorrow Code‹. Aber die Nachricht hat einen Haken: Drei Buchstaben  – SOS. Es handelt sich in Wirklichkeit um einen Hilfeschrei. Als ich die ersten Entwürfe für ›Der Tomorrow Code‹ machte, begann ich, zwei verschiedene Ansätze zu verknüpfen. Der erste: der Zeittelegraf. Der zweite Ansatz kam aus einem völlig anderen Bereich der Naturwissenschaften. Ich dachte darüber nach, wie wir den Planeten, auf dem wir leben, sehen. Für gewöhnlich betrachten wir ihn als einen großen Felsbrocken, der das Glück hat, praktischerweise genau den richtigen Abstand zur Sonne zu haben, damit genau die richtige Menge an Sonnenlicht beliebige Dinge an beliebigen Orten wachsen lässt.

 

Aber vielleicht kann man die Erde auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Der menschliche Körper beispielsweise besteht in Wirklichkeit aus einer Ansammlung winzig kleiner Organismen, von Zellen bis Mikroben, die so miteinander harmonieren, dass daraus ein großes Ganzes entsteht. Vielleicht ist die Erde ja in Wirklichkeit genauso beschaffen? Ein Organismus, der aus vielen kleineren Lebensformen zusammengesetzt ist?

Und nun stelle dir vor, wie der menschliche Körper auf Gefahren reagiert, etwa auf Eindringlinge wie Bakterien oder Viren. Was, wenn dieser gigantische Organismus namens Erde ein eigenes Immunsystem hätte? Und auf einmal die menschliche Rasse als Bedrohung ansehen würde? Ich habe fünf Jahre gebraucht, um diese Idee in ›Der Tomorrow Code‹ umsetzen. Fünf Jahre voller Recherche und ständiger Überarbeitungen hat es gedauert, eine Geschichte zu entwerfen, die trotz aller ScienceFiction-Elemente wissenschaftlich fundiert und nah genug an der Realität ist, um sie glaubwürdig erscheinen zu lassen.

 

Was ist ›Der Tomorrow Code‹ also?

 

Ein actiongeladenes ScienceFiction-Abenteuer aus Neuseeland, voller Gefahr und Spannung, das die Grenzen zwischen Gestern, Heute und Morgen auflöst. Eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Umweltschutz, Konsumgier, Missbrauch von Technologie und biologische Kriegsführung. Gerade Teenager werden sich für die faszinierende Technik begeistern. Komplexe wissenschaftliche und technologische Fragen werden für Jugendliche verständlich und spannend behandelt. ›Der Tomorrow Code‹ ist aufregend, geheimnisvoll, dramatisch, höchstemotional und voller »Oh mein Gott«-Momente. Es gibt Verfolgungsjagden mit U-Booten und an der Außenseite des Sky Towers in Auckland. Rätsel müssen gelöst, Beziehungen gekittet werden. Und dann gibt es noch Soldaten, Ungeheuer und sogar einen Schimpansen namens Xena.

Hintergrund
Morsecode und Co.

Wie funktioniert Morsecode eigentlich und was haben Gammastrahlen mit dem Buch zu tun?

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Brian Falkner live

Jetzt das englische Originalvideo ansehen!

 

Brian Falkner über die Idee zu seinem Umweltthriller ›Der Tomorrow Code‹.

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