Die Hauptpersonen

Die Figuren sind so unterschiedlich, wie man nur sein kann, wenn man aus verschiedenen Welten und Zeiten stammt. Doch eines haben sie gemeinsam: Sie sind allesamt nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen.

 

Dana:

In ihrem Dorf ahnt niemand, nicht einmal Dana selbst, dass sie eine »Kin-Shannay« ist, eine Auserwählte mit fast unbegrenzten magischen Kräften, eine offene Tür zu einer anderen Dimension. Doch sie muss erst lernen, mit ihrer Magie umzugehen – in der Zauberschule im Tal der Wölfe. Dort wird sie von zwei unterschiedlichen Mächten für deren Zwecke benutzt: vom Meister, der seine Macht ausbauen will, und von Aonia, der früheren Turmherrin, die den Meister zu Fall bringen möchte. In diesem Spannungsfeld muss Dana ihren eigenen Weg finden, ihren Weg an die Spitze des Turmes – und dabei heimtückische Wegelagerer von treuen Weggefährten unterscheiden lernen

 

Kai:

Vor 500 Jahren war Kai ein ganz normaler Bauernjunge, der sich etwas zu kühn auf den Kampf mit einem Drachen einließ und verlor. Nach seinem Tod verharrte Kais Seele im Jenseits, bei den Geistern ohne Körper – bis sie auf eine Mission geschickt wurde: Am Tag von Danas Geburt kehrte Kai ins Leben zurück, als Danas unsichtbarer Beschützer, als engster Freund, ja fast als Geliebter – wäre er denn aus Fleisch und Blut.

 

Der Meister:

ein ehemaliger, von Ehrgeiz zerfressener Zauberschüler, der die damalige Turmherrin und Erzmagierin Aonia aus Machtgier umbrachte. Bei seiner Freveltat wurde er von Aonia verflucht – seither belagern Werwölfe den Turm und trachten nach seinem Leben. Aber das ist nicht alles: Aonia droht wiederzukehren und sich zu rächen.

 

Fenris:

ein Elf mit Mandelaugen, kupferrotem Haar und katzenhafter Eleganz, der längst ausgelernt hat, die Zauberschule aber dennoch nicht verlässt – denn diese ist für ihn Zuflucht und Gefängnis zugleich. Weil er halb Elf, halb Werwolf ist, wurde er früh aus dem Elfenreich verbannt und zur leichten Beute des Meisters, der exakt jemanden wie ihn brauchte: jemanden, der die Wölfe rund um den Turm in Schach halten kann. Im Gegenzug schützt der Meister den Elfen vor der entfesselnden Wirkung des Vollmonds.

 

Maritta:

die Köchin des Turms – eine temperamentvolle, rundliche Zwergin mit rauer Schale und weichem Kern. Mit Zauberei hat sie nichts am Hut. Doch an einem derart magischen Arbeitsplatz macht die Zauberkraft nicht einmal vor einer bodenständigen Kochzwergin halt.

 

Aonia:

die frühere Turmherrin , die vor Jahren vom Meister ermordet worden ist und nun aus dem Geisterreich gegen ihn kämpft. Doch Rache ist nicht ihr einziges Ziel. Aonia ist auch eine Art spirituelle Hüterin des Turms, bedacht auf ein Fortleben des ehemals guten Geistes der Zauberschule. In diesem Sinne kämpft sie dafür, dass Dana mit ihrer edlen Seele und ihrem magischen Potenzial neue Turmherrin wird.

 

Shi-Mae:

eine Erzmagierin und Komplizin des Meisters, die ihm, nach seinem Tod, die Tür des Totenreichs öffnet, damit er in die Welt der Lebenden zurückkehren und sich an Dana rächen kann. Natürlich hofft Shi-Mae, dass bei ihrem Manöver auch für sie selbst etwas abfällt: die Herrschaft über das Elfenreich.

 

Salamandra, Morderek, Conrado, Jonás, Nawin, Saewin:

die ersten Zauberschüler, die Dana als Turmherrin ausbildet – ein bunter Haufen von Lehrlingen mit unterschiedlichsten Charakteren, Vorlieben und Spezialisierungen. Doch so verschieden sie sind, sie müssen an einem Strang ziehen, um die aufziehenden Gefahren von sich, ihrer Meisterin und dem Turm abzuwenden. Nur einer von ihnen hält sich bedeckt, denn er verfolgt andere Pläne...


Text: Birgit Niehaus