
- Dana & Kai - Die Story
»Alles ist möglich und der Schein trügt...«
Dana ist anders. Das spürt ihre Familie, das spüren die Kinder im Dorf, und Dana selbst spürt es auch. Liegt es an ihren unergründlich tiefblauen Augen, ihrem verschlossenen Wesen? So genau könnte das niemand sagen. Nur Dana hat einen Verdacht: Es hat mit ihrem Freund Kai zu tun, einem Jungen, der für niemanden sichtbar ist außer für sie. Doch dass die Existenz von Kai nur die Spitze des Eisberges ist, nur ein erster Hinweis auf ihr außergewöhnliches Schicksal, das ahnt selbst Dana nicht...Eines Tages jedoch geraten die Dinge ins Rollen: Ein vornehmer Fremder verspricht Danas bitterarmen Eltern eine Ausbildung für ihre Tochter und nimmt Dana mit ins ferne ›Tal der Wölfe‹. Dort, inmitten von Nebel und Wald, lebt er in einem eleganten, hohen, etwas unheimlichen Turm. Dieser Turm ist, wie Dana endlich erfährt, eine der letzten Zauberschulen der Welt, der Fremde ihr »Meister« – und sie sein Lehrmädchen. Es gibt noch einen zweiten Lehrling, den Elfen Fenris, doch der ist nicht weniger einsilbig und rätselhaft als der Meister selbst.
Schnell begreift Dana, dass sie sich das Zaubern mehr oder weniger alleine aneignen muss. Doch während sie Formeln für Eisblitze, Irrlichter und Verwandlungen paukt, verwandelt sich auch in ihr etwas: die Einstellung zu ihrem Meister. »Alles ist möglich und der Schein trügt« – diese Grundregel der Magie scheint auf beklemmende Weise auf den Turmherrn zuzutreffen. Welches Interesse hat er an Dana? Was hat er mit seiner Vorgängerin gemacht? Hat diese ihn mit einem Fluch belegt? Und: Wie mächtig ist er wirklich? Aber auch Fenris scheint Dana nicht geheuer: Was hat der Elf mit den heulenden Wölfen im Wald zu schaffen?
Je hartnäckiger Dana nach Antworten sucht, desto mehr neue Fragen und Abgründe tun sich vor ihr auf. Am Ende weiß sie: Eine Konfrontation mit dem Meister ist unausweichlich. Aber reichen ihre noch unvollkommenen Zauberkräfte dafür? Und hat sie Verbündete, außer dem treuen Kai und Maritta, der bodenständigen Turmköchin?
Sie weiß es nicht – und was sie noch weniger weiß: Selbst mit dem Tod des Meisters ist die Gefahr nicht gebannt, denn der ›Fluch des Meisters‹ lebt weiter, lastet auf denen, die ihn entmachten. Und auch der von einem mächtigen Orakel angekündigte Unglückstag ist nicht mehr fern – der Tag, an dem die Grenze zwischen Dies- und Jenseits durchlässig wird, an dem ›Der Ruf der Toten‹ anschwillt, die Toten in die Welt der Lebenden zurückdrängen und, laut Prophezeiung, den Turm im Tal der Wölfe ganz besonders heimsuchen werden...
Text: Birgit Niehaus
Das Tal der Wölfe
Der Fluch des Meisters
Der Ruf der Toten













